Gesichter aus dem Ortsverein

Veröffentlicht am 28.09.2022 in Aktuelles

Happy Birthday zum 80., lieber Hans-Friedrich

Gesten durfte unser Mitglied Hans-Friedrich seinen 80. Geburtstag feiern, zu dem wir ihm herzlich gratuliert haben und natürlich auch ein kleines Präsent überreichten.

In der kommenden Zeit möchten wir euch die Menschen der SPD Hochschwarzwald näher vorstellen. Der Geburtstag und sein im letzten Jahr 50-jähriges Mitgliedjubiläum sind ein schöner Anlass, mit Hans-Friedrich zu beginnen.

Im vergangenen Jahr hat die Badische Zeitung über unser Mitglied ein Portrai gebracht, welches ihr hier nachlesen könnt ... viel Spaß dabei.

Das Soziale liegt ihm am Herzen
(von Martin Wunderle, Badische Zeitung)

Hans-Friedrich Paul ist seit 50 Jahren Mitglied der SPD / Er erinnert sich noch gut an die Zeiten, als er sein Parteibuch erhielt.

Seit 50 Jahren ist Hans-Friedrich Paul Mitglied der SPD, zunächst im Ortsverband Titisee-Neustadt, dann in Löfängen. Ererinnert sich noch gut an die ersten Tage seiner Mitgliedschaft. Sein Parteibuch hat er bei einer Veranstaltung erhalten.
In den ersten Jahren gab es noch in jedem Wohnbereich einen Kassierer, der die Beiträge einzog. Dieser richtete sich nach dem Einkommen und der Besuch jeden Monat sei eine gute Möglichkeit gewesen, den Kontakt zu halten. Das kleine Büchlein mit den Marken für den bezahlten Beitrag hat er noch immer griffbereit.
Auch erinnert er sich, dass er in der Anfangszeit mit Adolf Lewendowicz aus Neustadt, der für den Landtag kandierte, miteinem VW-Bus durch die Gegend gefahren sei, um Wahlwerbung zu machen. Mit einem Lautsprecher, aus dem Musik ertönte, unterbrochen von Worten, die Lewendowitz an die Bevölkerung richtete, mit der Bitte, ihn zu wählen. Dafür brauchte es eine polizeiliche Genehmigung, auch war die Aktion auf einen bestimmten Zeitraum beschränkt, erzählt Hans-Friedrich Paul.

An die damaligen Plakataktionen bei Wahlkämpfen erinnert er sich ebenfalls noch gut. Die Plakate seien damals aus Papier gewesen und mit Kleister an Ständern festgeklebt worden. Der Nachteil sei gewesen, dass, wenn es geregnet hat, das Papier und der Kleister aufgeweicht wurden, so dass man nachplakatieren musste. Die Ständer, die man dafür benötigte, seien nach dem Wahlkampf bei einem Parteimitglied, der genügend Platz zur Verfügung hatte, eingelagert
worden, sagt Paul. Auch seien die Wahlplakate in den Außenbezirken von Neustadt, wie beispielsweise in Waldau, damals noch CDU-Hochburg, am nächsten Tag wieder verschwunden gewesen. Hans-Friedrich Paul war damals Sozialarbeiter der evangelischen Landeskirche. Er hat den evangelischen Jugendtreff gegründet und war auch Initiator des ersten ökumenischen Gottesdienstes im Hochschwarzwald. Der SPD-Ortsverein Neustadt sei an ihn herangetreten, um ihn mit seiner Sozialkompetenz für die Gemeinderatswahl zu gewinnen, nachdem die CDU auch eine Kandidatin aus dem Sozialbereich aufgestellt hatte. Erst später habe er sich dann entschlossen, auch Parteimitglied zu werden, nachdem er sich intensiv mit dem Programm der SPD auseinandergesetzt habe. "Die haben viele soziale Aspekt im Programm gehabt und sich für die kleinen Leute eingesetzt, das hat zu meinem Beruf gepasst", sagt Hans-Friedrich Paul. Und wer in der SPD gewesen sei, war oft auch in der Gewerkschaft, in der Arbeiterwohlfahrt oder bei den Naturfreunden. Seine Vorbilder waren auf Bundesebene Willy Brandt, der auch einmal beim Bürgerempfang in Neustadt war, auf Landesebene war es Erhard Eppler und der Vorsitzende der SPD in Löfängen war damals Sepp Bayer, der bei den Gemeinderatswahlen auch die meisten Stimmen bekommen habe. Später habe sich die Wählerschaft verändert, nachdem es durch die Industrialisierung und den Einsatz von Robotern in den Fabriken immer weniger Arbeiter gab. Dadurch habe es auch weniger Nachschub für die SPD gegeben. Dadurch habe sich auch die Mitgliederstruktur der Partei gewandelt. Heute seien es vorrangig Lehrer und Angestellte. Für ihn habe das Soziale stets eine große Rolle gespielt, sagt Hans-Friedrich Paul. Etwa die Gesetze, durch die das Bafög oder Kindergeld auch für das zweite Kind eingeführt wurden. Ohne die SPD hätte es dies erst viel später oder gar nicht gegeben. Er sei zwar nicht mit allem einverstanden gewesen, was in der Partei beschlossen wurde, dennoch sei er ihr wegen der Leute vor Ort treu geblieben, sagt Hans-Friedrich Paul. Und auch einem weit verbreiteten Vorurteil, dass sich Politiker sich nur selbst bereichern wollen oder bestechlich seien, tritt er entgegen. Er sei überzeugt, dass sich viele
Politiker für eine gerechtere und sozialere Gesellschaft engagieren.

Quelle Badische Zeitung

 
 

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