Besuch der Papierfabrik Schoeller in Titisee-Neustadt

Veröffentlicht am 16.01.2025 in Aktuelles

Unsere SPD-Bundestagsabgeordnete Rita Schwarzelühr-Sutter will die Industrie im Südschwarzwald zukunftssicher machen

„Wir brauchen vielfältige und nachhaltige Industrie in ländlichen Regionen“, hob Schwarzelühr- Sutter bei einem Besuch der Papierfabrik Felix Schoeller am Standort Titisee-Neustadt hervor.

Die Wohnungsnot in Ballungsgebieten, die Landflucht und unnötige Pendlerströme können nur vermieden werden, wenn hochwertige Industrieproduktion in den ländlichen Gebieten zukunftssicher gemacht wird. Im Gespräch mit dem Werkleiter Jens Lategahn erfuhr die SPD-Abgeordnete die konkreten Probleme dieses Produktionsstandorts. Die Betriebswirtin Schwarzelühr-Sutter ist nicht erstmals in der Fabrik und will immer wieder die Originaltöne aus den Unternehmen hören. Es fehle an Planungssicherheit für die Zukunft. Zwei zentrale Themen sind hier bezahlbare Energie und der Fachkräftemangel, der sogar bis zu den Speditionen durchschlägt. Aber auch die sich stetig ändernden Auflagen und Gesetze, mit den damit verbundenen bürokratischen Aufwänden, bereitet große Probleme.

Fachkräfteschwund führt zu Wissensabfluss

Der Werkleiter betonte, dass die Belegschaft in Neustadt schon heute eine bunte Mischung aus vielen Nationen sei, die hervorragend zusammenarbeiteten. Leider seien die Papiertechnologen bundesweit heute nicht mehr so mobil wie früher. Der Werkleiter bedauerte, dass bei Schließungen in anderen Papierfabriken heute ein Großteil der Belegschaft lieber in andere Branchen umsteige. Dadurch ginge wichtiges Branchenwissen verloren.  Die Abgeordnete betonte, es sei ihr wichtig, dass gerade Spezialwissen über die Produktion von Nischenprodukten on Deutschland ein besonders schützenswertes Gut sei. Sie bot Informationen über das Programm der Bundesregierung zur Sicherung deutschen Know-Hows gegen Ausspähung an.

Bezahlbare Energiepreise sind Voraussetzung für den Wirtschaftsstandort

Ein zweiter wichtiger Faktor sind bezahlbare und kalkulierbare Energiepreise. Die Firma hat die Durststrecke Covid stabil überstanden und profitiert von der Sicherung des Energiemarktes gegen die Folgen des Ukraine-Krieges. Aber das reiche für die Zukunftssicherung nicht aus. Die SPD will deshalb die Energiewende weiter vorantreiben und die Schieflagen bei den Netzentgelten bereinigen. „Um Arbeitsplätze zu sichern, aber auch um Wirtschaft und Privathaushalte zu entlasten, wurde auf Initiative von Olaf Scholz ein Gesetzesentwurf eingebracht, der die Kosten für den Ausbau der Stromnetze deckelt und die Netzentgelte begrenzt.“, erklärt Schwarzelühr-Sutter. SPD und die Papierindustrie weisen auf die große Bedeutung des Stromnetzausbaus hin. Ein wichtiger Baustein hierfür ist der lange behinderte SuedLink zwischen den Offshore-Windparks an Nord- und Ostsee und der Industrie in Süddeutschland. Und der Ausbau der Windenergie muss weiter vorankommen. „Baden-Württemberg und Bayern haben inzwischen den Anschluss an das Ausbautempo in anderen Bundesländern verloren – das muss sich dringend ändern“ drängte Schwarzelühr-Sutter. Immerhin stellt die Papierbranche schon bislang vier von 15 Unternehmen, die Fördermaßnahmen des Bundesklimaministeriums zur Klimaneutralität umsetzen.

Die Papierfabrik Neustadt ist ein Teil der Felix Schoeller Gruppe. Das Familienunternehmen hat weltweit Standorte und produziert Spezialpapiere vom Fotopapier bis zum „künstlichen Furnier“ für Sperrholzmöbel. 

 
 

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